Montag, 16. Januar 2017

Ein Fenster zu anderen Kulturen - The Wailing (2016)



Gestern hatte ich zum wiederholten Male eine meiner Meinung nach sehr wichtige und wahre Unterhaltung, die mich zum Thema Filme, andere Kulturen  und schließlich zu "The Wailing" bringt. Es ging in der Unterhaltung um ein altes Leid, das in meiner Disziplin der Geisteswissenschaft weithin als Eurozentrismus bekannt ist. Was kann man sich darunter vorstellen?

Eurozentrismus

Eurozentrismus bedeutet knapp auf den Punkt gebracht eine Fesselung an Vorstellungen, die im europäischen Raum herrschen. Unser Handeln, unser Blick und auch unsere Interessen sind davon stark beeinflusst. Im Alltag führt das dazu, dass wir beispielsweise zwischen fremd und vertraut unterscheiden. Dazu kommen noch viele andere Dinge, am wirksamsten: die Sprache. Dass uns beispielsweise asiatische Kulturen fremder vorkommen als etwa die amerikanische, liegt schließlich maßgeblich am Eurozentrismus. Ein verbindendes oder eben auch trennendes Element kann Essen sein. So fühlt sich die amerikanische Küche weit näher der mitteleuropäischen, während asiatische Esskultur eine größere Kluft aufwirft. Nun ist es aber eine Tatsache, dass chinesisches, japanisches, koreanisches und thailändisches Essen äußerst beliebt sind hier bei uns. Müsste man so also nicht von einer starken Anwesenheit der asiatischen Küche sprechen?

Schon, doch zwischen authentisch asiatischer und europäisch asiatischer Küche bestehen gravierende Unterschiede. Also finden wir hier bei uns eine vorgekaute Version dieser anderen Kultur, so zubereitet, dass sie uns auch wirklich schmeckt, also keinen unserer Vorstellungen widerspricht. Schon einmal Phönixkrallen, falls im Angebot, bestellt? Nicht jeder ist davon begeistert, viele finden es eklig.

Die vorgekaute Kultur

Dass das eben Beschriebene nicht nur auftritt, wenn es ums Essen geht, können Cineasten nur allzu gut bestätigen. Denn die Liste der Remakes, die auf asiatischen Filmen basieren, ist lang und nicht gerade von Ruhm geschmückt. Die wohl bekanntesten Beispiele darunter sind "The Ring", "The Grudge" und "Godzilla". Deren "verwestlichte" Varianten stoßen bei Anhängern der Originale sehr selten auf Zustimmung. Denn durch das radikale Entfernen oder Reduzieren des ursprünglichen kulturellen Settings, bleibt ein freigesetztes Überbleibsel von etwas vormals Größerem und Detailreicherem. Verständlicher für ein europäisches (in Verbindung amerikanisches) Publikum, aber eben auch vorgekaut, vereinfacht. Damit wird dem Film als Medium eine entscheidende Funktion genommen. Von dem Fenster zu einer anderen Kultur bleibt ein kleiner Spalt, der schemenhaft Züge etwas Fremden erkennen lässt, gerade so viel, um ein Moment der Spannung zu erhalten, das ausreicht, den Zuseher an die Handlung zu binden. 
Gleichzeitig versucht dieses Vorkauen, den Zuseher vor einer zu großen Entfremdung zu schützen, die zur Ablehnung des Gesehenen führen könnte. 

Das Fenster öffnen - The Wailing (2016)

Glücklicherweise besteht die Wahl zwischen Spalt und offenem Fenster. Das offene Fenster will nur gesucht werden. Der 2016 erschienen Film "The Wailing" ist ein solches und hat mich dahingehend enorm überzeugt. Er nahm mich mit auf eine Reise ins heutige Südkorea. Neben seiner packenden Handlung und Vereinigung zahlreicher Motive des Unheimlichen zeigt uns der Mystery-Thriller Arbeits- und Familienalltag, spirituelle Vorstellungen und Praktiken sowie deren moderne Adaption Südkoreas. Der Film erlaubt uns einen Einblick, ja sogar ein Gefühl für diese spannende Kultur, die manchmal unverständlich erscheinen mag, daraus aber wiederum seinen Reiz, und das schon seit Jahrhunderten, bezieht. Durch das eigenständige Dekodieren, also zumindest durch das Versuchen des Verstehens, kommt es zu einer großartigen Auseinandersetzung mit der anderen Kultur. 


"The Wailing" zählt damit als weit mehr als nur ein Unterhaltungsmedium. Er ist ein Anreiz, um den Kopf aus dem Fenster zu strecken, ein Bein hinaushängen zu lassen und schließlich den Sprung in die andere Kultur zu wagen. Das Potential der Inspiration, das von Filmen, aber auch anderen Medien dieser Art ausgeht, muss dementsprechend hoch geschätzt und gewürdigt werden. Denn was mit einer Reise auf dem Bildschirm beginnt, hat oftmals erst die wahre Reise zur Folge.

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Super Mario Run - Unaufhaltsam nach rechts in den Abgrund

Vergangene Woche debütierte der italienische Klempner mit der roten Mütze auf iOS und Android. Und dabei scheint Nintendos Aushängeschild wie eine Persiflage auf die aktuelle Politik. Unweigerlich geht es nach rechts. Das war zwar auch früher schon immer der Fall bei Super Mario - von rechts nach links zu spielen, das war immerhin eine der witzigeren, stacheligen Kommentare des letzten Jahrhunderts - doch die "Rechtsbewegung" war in der Geschichte Marios noch nie so unaufhaltbar wie heute.

Doch Tatsache ist, wir wollten in Super Mario nie nach links laufen, höchstens um zu rebellieren. Aber das Ziel lag immer klar "vorwärts", der Nase nach, der Prinzessin hinterher. Mit der Umsetzung für iOS und Android wird dem Spieler und der Spielerin lediglich eine Entscheidung abgenommen, die er/sie ohnehin nicht treffen können. Damit gestaltet sich das Spiel noch einfacher, uns bleibt es offen zu bestimmen, ob es nach oben oder unten geht. Da unten meist ein Abgrund wartet, bestimmen wir also am häufigsten, wann nun gesprungen wird. So stellt sich auch rasch das erste Feature von "Super Mario Run" heraus - man kann es mit einer Hand spielen. Das haben auch die Entwickler nicht übersehen und es als hilfreichen Tipp in das fertige Spiel eingebaut.

Insgesamt tut diese Spielmechanik dem Gesamtpaket kaum etwas ab. Denn der Anreiz ist wie immer schon da: das zweidimensionale Level zu durchqueren, dabei fleissig Münzen sammeln, das Ziel erreichen. In 6 Welten zu je 4 Levels kommt man in der "World Tour" also auf 24 unterschiedliche Kurse. Doch spätestens nach dem ersten Komplettieren wird der eigentliche Spielinhalt evident: auch Super Mario Run muss sich den Regeln eines Mobile-Games unterwerfen - die Münzen werden zur Währung, besondere Münzen zu sammeln verhilft zu "Toad Rally Tickets", die uns den kompetitiven Modus eröffnen, in dem wir gegen Spieler aus aller Welt um die Bewohner unseres "Königreichs" durch das Einsammeln von Münzen und performen von "Stylemoves" wetteifern.

Dem ein oder anderen mag dabei schon die Problematik auffallen. Super Mario ist zurück, aber er ist nicht derselbe wie zuvor. In der heutigen Zeit verfügt wohl auch er über Whatsapp, Snapchat und womöglich sogar Tinder.

Und anfangs dachte ich noch: Super Mario Run, ich mag Dich! Du erinnerst mich an meine Kindheit. Doch dann, ein bis zwei Welten später - Frust. Sinnlosigkeit. Warum laufe ich nochmals durch diese Levels? Schon früh kristallisiert sich heraus, dass das "Single Player" Erlebnis auf den vorhandenen "Multiplayer", den Toad Rally Modus, hinausläuft. Einzelspielermodus als Zugabe für den Mehrspielermodus, ein Prinzip, dass nicht zuletzt bei der Battlefield Reihe zu Kritik geführt hat. Nun passiert dies also auch mit dem eingesessenen, rotmützigen Italiener.

Sobald man den "Story Modus" erledigt hat, muss man sich zweifelsohne die Frage stellen: wohin geht der Weg nun? Die Antwort: gnadenlose Wiederholung der bereits bezwungenen Levels um "wertvolle" Qualifikationsmarken für den Mehrspielermodus zu ergattern. Darauf folgt das Duell gegen andere Spieler, um Toads für das eigene Königreich zu sammeln. Warum? Um das Königreich aufzubauen natürlich! Die Ressourcen sind dabei Münzen aber besonders die Arbeiter selbst, die bekommen keinen Lohn, sondern treten scheinbar in die bedingungslose Knechtschaft des Siegers. Auf diesem Wege schafft man sich ein Reich, platziert Pilze, Häuschen, Blöcke. Nun möge man mich nicht falsch verstehen, denn es gibt zahlreiche Spieler und Spielerinnen, die daran viel gefallen finden. Doch handelt es sich um ein gnadenlos seichtes Spielerlebnis. Da hilft es auch nichts, den Auf- und Ausbau des Königreichs als "dritten Spielmodus" zu bezeichnen. Geschickt werden wenige Spielelemente zu Großartigem aufgebauscht.

Sich mit der Reduktion von Komplexität und Tiefe eines Klassikers der Spielgeschichte zufrieden zu geben, bedeutet dem voranschreitenden Sinken der Qualität den Vortritt zu lassen. Uns sollte schließlich nicht weiter der Preis von 10€ irritieren, denn dieser ist in Angesicht der Plattform keineswegs unbegründet. Immerhin bekommt man dafür ein werbefreies Spielerlebnis. Schlussendlich ist es jedoch der Erfolg von Super Mario Run, der zu einem vermehrten Auftreten eines solchen, leider sichten Spielerlebnisses führen wird.

Mittwoch, 2. November 2016

Zu viel Bums im Marketing - EA, Battlefield 1 und der Erste Weltkrieg

Wie weit darf Werbung gehen? Erst vergangene Woche habe ich mit Kölner Studenten diese Frage genauer inspiziert. Zusammen haben wir uns verschiedene Darstellungen von Männern in Werbungen angeschaut. Vom Cowboy in der Zigarettenwerbung bis hin zu den guten alten Old Spice TV-Spots - das Urteil war klar: Werbung kann man eigentlich nicht ernst nehmen. Sie überzeichnet, mal mehr, mal weniger. Aber Werbung und Realität sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

Wie viel "Bums" darf eine Werbung demnach haben, wenn es doch ohnehin nicht der Realität entspricht? Dürfen Spielfiguren brennen und untertitelt werden mit "When you're too hot for the club"? Anscheinend stößt das Marketing von EA damit an eine enorme Grenze des Geschmackvollen.

Mit einigen Tweets und animierten GIFs wollte die Marketingabteilung den Hype für Battlefield 1 weiter ankurbeln. Die Gräuel des stilisierten Ersten Weltkriegs gepaart mit moderner, hipper Action. Und diese hippe Action sieht in Zeiten von Game of Thrones meist brutal aus, das ist kein Geheimnis. Dennoch musste EA einen Rückzieher machen, entschuldigte sich schließlich sogar offiziell.

Doch was EA hier vergisst: Der Erste Weltkrieg ist/war eine reale Angelegenheit, ein moderner Großkonflikt der unzählige Todesopfer forderte. Und im Gegensatz zum Narrativ des Zweiten Weltkriegs besteht hier keine klare Gut gegen Böse Linie. Die für das Storywriting beliebten Nazis sind einfach nicht da, so auch keine Zombies. Also kämpfen auch in den virtuellen Schützengräben des neusten Battlefield Ablegers einfache Menschen gegen Menschen.

Krieg ist sinnlos. Die verbreiteten GIFs reflektieren vielmehr die aktuelle kompetitive Haltung, die uns in Spielen vermittelt wird. Es geht schlussendlich um Punkte, Polygone, nicht um Handlung, Personen oder historische Kontext. Die Tweets enttarnen damit den Schelm selbst, wie er denkt: Das Setting des Ersten Weltkriegs spielt eine gänzlich untergeordnete Rolle. Das Herz von Battlefield liegt im bewährten, kompetitiven Multiplayer. Der Stern des Storytellings und des Verarbeitens historischer Inhalte ist für EA noch nicht aufgegangen.

News bei Standard.at/Games
Polygon

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Beware of Crimson Peak - Critical Review

Source: Legendary
There seems to be a thing with director Guillermo del Toro: You either love or hate him. As much as I would like to be part of the first group, because all his movies sound so intriguing at first, I am afraid I belong to the latter. You certainly want to ask: Why? After watching his latest work 'Crimson Peak' yesterday, I decided to express exactly why: The director managed to trash an immensely promising movie within its final 30 minutes. The reasons as to why he did that are even more complicated. They reveal psychosocial developments going on in our society. Crimson Peak is the sad product of ambitions spoiled by psychosocial demands. And maybe not enough time to properly finish a screenplay.

 

Warning! Spoilers Ahead!


Before I go into a psychiatric and social analysis, I want to review Crimson Peak the classic way. Crimson Peak is a two hour long mystery-horror movie set in Buffalo, New York and England around 1900. The title derives from the nickname given to the property owned by Sir Thomas Sharpe, one of the protagonists, who roams the world for financial support to reopen the family's mining pits. In Buffalo he meets a business man, seemingly falls in love with his daughter Edith, who is able to see ghosts. Actually only the ghost of her mother so far, who warned her many years ago: Beware of Crimson Peak. Short story: Father dies, Edith marries Thomas, they go back to England, live on the fantastically desolate estate of his family, but only Thomas and his odd sister Lucille are left, everyone else obviously died. The mystery begins. Sharpe Mansion has a high creep factor (which is a good thing), dozens of rooms to be discovered (which never happens), the forbidden pits and so on. So after about 45 minutes here we are. Edith finds herself lost in a desolate area only with her beloved new husband and his strange sister, who wants to poison her with nasty tea.

At this point the movie starts to send us tiny sparks of information. We start thinking about what is going on in that mansion, who died there, what plans do the Sharpes pursue? Because it is clear, they are up to something. So many little hints, they gave Edith the big red ring, they had to do the fancy Waltz without letting the candle go out, it's almost like she is being prepared for something. What might it possibly be?

The suspense is there, the mystery as well. They even put a couple of jump-scares in, plus the wonderful costumes and the setting. Alright, there had to be something wrong with the house or what they were doing there. I mean come on: Are they really just digging up red sand? .....
Yes, they were simply digging up red sand.

I want to jump to the point when the whole ship started sinking, because after 90 minutes the movie fell apart. Up until then it was a big mystery with so many possibilites. But the last 30 minutes made sure eveything that came before was pretty much void. Because we could have had a crazed blood hunt with a huge butcher knife at the very start of the move. For example at the dinner party. That would have been lovely, same results, more blood (increases viewers, but were getting there). After 90 minutes G. del Toro decides to bring on the explanations. Money and Sex. Someone was watching Game of Thrones when he wrote the final chapters of the script I bet. The solution of the whole 'mystery' turned it into a joke. If it had been a psychological mysterythriller from the begining that would have been fine. But the premise was paranormal mystery. Alright, Edith still sees ghosts and gets the aid of Thomas' ghost. But there is one more thing that leads to complete incredibility. How come people do not at least raise their arms to defend themselves when being attacked? Thomas as well as Alan are facing a psychopath and they seem to be completely relaxed. At that point I was just throwing up my arms and surrendering to the endless foolishness of Crimson Peak.

At the end Crimson Peak turned into a sensationalistic movie. It showed lots of blood, mutilation (starting already early on with the shot of Edith's father) and essentially copied from standard splatter movies. Not in any extreme but (socially) tolerable ways. Violence partially killed the movie (See what I did there?). I am not one to be overly opposed towards the display of violence, but it saddens me if it downgrades a movie. Mystery doesn't require violence, but instead thrives on the absence of knowledge and suprise on the side of the audience. They tried so hard and succeeded to do this within the first 90 minutes. Take for example the relationship between Thomas and Lucille. Brother and sister, right? Or is she actually his first wife? That was my thought when she first threw a tantrum after Edith and Thomas had sex. Again, that story had so much potential, so why not waste it? Choosing the easy way, it was resolved as an incestuous relation obviously building on mental abuse. Instead of going deeper and offering a complex solution, the movie went the way of breaking a taboo and therefore 'shocking'.

The thing is: Incest and money as horror themes are simply not working. We find those topics represented in mainstream media all the time. Going back to the example Game of Thrones. What doesn't happen in Westeros for money (and therefore power as well as the other way around)? The scandalous relations of siblings are so overused that nobody cringes anymore when two Lannister crawl under the same blanket. It is not horror movie material, it's quite the opposite.

Media reflects a lot of social developments. Movies can show what a generation of people likes, desires or lacks. By watching older horror movies, we can analyse what scared viewers back then. A prime example would be robots. The 20th century showed a fear of mechanic but selfconscious beings. This lead to them being represented in almost every genre as antagonists. Take for example Terminator. The machines rise and try to wipe out humanity. Terminator 2 grew a bit more complex. There was now a machine fighting on 'our' side. At the same time it is an expression of a generations lack of fatherly figures. (Laurence R. Simon has some great studies on that topic).

So what does Crimson Peak say about us as society? Lack of violence and unsatisfied sexuality maybe? The answer won't be as simple as the resolution to the mystery of the movie. But media in general is seeing a rise in violence and breaking of taboos. While the removal of taboos is not necessarily a bad thing, since those rules are only constituted by tradition and practice, we have to ask why it happens and where it leads to. It may, for example, drastically alter the boundaries to what is regarded normal. Such effects can be severe, because increased toleration of violence knows only victims.

This has been my review of Crimson Peak. It was of course a bit more. I tried a short analysis of the ongoing social process that is the reason for the movie's last 30 minutes. But essentially, as a fan of great movies, I am disappointed, because of the lost opportunity. Crimson Peak is 90 minutes of a great build up and mystery. At this point it has so much potential. So when you watch it: Set your timer and leave after 90 minutes. Write a better ending in your note book. This way you get the best experience. Just like the trailer warned us: Beware of Crimson Peak!

Donnerstag, 19. März 2015

A Note on... Battlestar Galactica - A Decade Later

Source: Wikipedia

It is time for a horrible confession. I consider myself a sci-fi fan. I have watched every single episode of Stargate, lots of Star Trek (SG:1, Atlantis and Universe, still rewatching SG:1 when it airs sometimes), had my Star Wars days, absolutely love the Expanse Series (You should give it a try) and so on. So with great shame I admit: I have never watched Battlestar Galactica. Until now. Ten years have passed, I just finished the first season, so I thought: How does someone new to the series watch it today?

I was about to write 'someone unbiased'. But that I'm not, spaceships simply get me. Space operas, saving humanity. Heck, that's why I spent so much time with Mass Effect in the first place.

The first season plots the Cylons, this time they are human-made, against the remnants of the Human race. After their colonies have been wiped out, the last parts of the human fleet gather to reach the legendary 13th colony: Earth. What begins as a wild escape from the attacking Cylons turns into a dense story with politics, romance, action, thrill and even mythology/religion. Quite the mix!

What I like especially is the atmosphere of doom and danger in the darkness and silence of space. The interior of the Galactica for example. Every corridor and every cabin has that special feel to it. It's the way space is supposed to feel. With one exeception, one very cozy exception: Commander Adama's cabin. I don't know about the future, but there are Professor who have smaller offices at university today! One would imagine there is not a lot of space available...in space... you know what I mean. It's a spaceship, after all! Luckily, my inner sceptic has very little room when I watch scifi (as should be).

A decade later BSG managed to captivate me within seconds. I enjoyed the first season to a great extent and season 2 is underway. (Quick supply thanks to Amazon's Insta Video Service) It's been a long time for me since a TV series had such an immersive experience to offer. And that's really why it works even 10 years later: Immersion. The moment I press start, I am on board the Galactica. So is my girlfriend, therefore the argument counts double!



Dienstag, 17. März 2015

A Note on... Ovaltine (Ovomaltine) and the First World War

Lately I've been doing research for my master thesis. This includes analyzing a medical journal from 1918. While I'am primarily looking for typical psychiatric masculinity attribution, there is always time to take a look at the advertisements. And one in particular turned out to be very memorable.

Are you familiar with Ovomaltine? It's the german labeling for Ovaltine. I've known it since I was a child. I would describe it as a different variaton of hot chocolate, because that's the way I used to drink it. But it's from Switzerland. And with malt. I had it yesterday with Bananas. It's lovely. Alright, enough of that....

Here is a 1909 advertisement:

Source: wikimedia (17.03.2015)




It is pretty much what you would expect from something we would call a nutrition supplement today. An idyllic farm, grazing cows, happy chickens. Fast forward 9 years. The Great War has ravaged Europe. Lack of food is a serious problem, especially in Central Europe and the Austro-Hungarian Empire. A crisis always means a chance for someone else. So when nutriment was short, Ovoaltine/Ovomaltine's time had come.


Wiener Medizinische Wochenschrift, 05.01.1918
Today Ovomaltine is the only nutriment applicable for a dietary therapy. Made of milk, eggs, diastase-malt and high quality cacao. The k.u.k. (standing for imperial and royal) minister of war has ordered Ovomaltine to be administered in every infirmary. ...
The First World War slightly changed the purpose of Ovomaltine. Today it is a lifestyle product, full of energy and sweet taste. 100 years ago it was about to become the spoon between life and death.